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SKK Dreieck 1921 e.V.
Niederwerrner Straße 14
97421 Schweinfurt



Training

Montag: 15:00 - 20:00 Uhr

Donnerstag: 17:00 - 22:00 Uhr

Freitag: 16:00 - 19:00 Uhr

Vereinschronik

Zuletzt bearbeitet am: 03.09.2021

Inhaltsverzeichnis

I. Vorworte

II. Gründungsjahre

III. Kriegszeit

IV. Historische Erfolge

V. Kegelbahnbau

VI. Goldene Generation

VII. Doppelmeisterschaft

VIII. Generationswechsel

IX. Schlussworte


[I. Vorworte]
In einer Rothenburger Chronik aus dem Jahre 1157 finden wir die erste Erwähnung des Kegelspiels. Besonders in den Klöstern, in ritterlichen und höfischen Kreisen wurde damals das Kegelspiel betrieben. Sagen und Dichterworte des frühen Mittelalters berichten immer wieder vom „Kögelspiel“ und „scheiben mit den chugeln“. Bald fanden wir das Spiel auch bei Volksfesten, bei allen Schichten des einfachen Volkes. Teilweise wurden die Kugeln auf drei, auf neun, aber auch auf 15 und 17 Kegel geworfen. So gab es im Mittelalter eine Vielzahl von Formen des Kegelspiels und ein Nebeneinander von vielen Spielregeln.

1769 wurde erstmals der Versuch unternommen, eine gewisse Ordnung in die Vielseitigkeit dieser Spielregeln zu bringen. Erst am 7. Juni 1885 gelang es Dresdner Kegelklubs durch die Gründung eines Zentralverbandes, der sich zwei Jahre später bereits „Deutscher Keglerbund“ nannte, den Grundstein für unser heutiges Sportkegeln zu legen. Seinerzeit interessierten sich bereits 227 deutsche Klubs für diesen Zusammenschluss, außer in Bayern. Jahrzehnte sollte es noch dauern, bis der Gedanke aufkam, das Kegelspiel nach einheitlichen Gesichtspunkten durchzuführen. In Bayern trat man erstmals im Mai 1920 an die Öffentlichkeit, um für ein sportliches Kegelspiel zu werben. Nürnberger Kameraden waren es, die diesen Versuch unternahmen.
[II. Gründungsjahre]
Unser Kegelklub DREIECK war es, der bereits ein Jahr später den Grundstein für den Kegelsport in Schweinfurt und Umgebung legt. Laut Protokollbericht wurde der Kegelklub „DREIECK“ am 19.01.1921 im Gasthaus Roter Ochsen ins Leben gerufen und gegründet. An der Gründungsversammlung nahmen 19 Männer teil. Die Vorstandschaft setzte sich aus nachstehenden Kameraden zusammen:
1. Vorsitzender: Josef Bauer
2. Vorsitzender: Ernst Schnepf
1. Schriftführer: Hermann Vogel
1. Sportwart: Fritz Buob
1. Kassier: Hans Buob

Diese spielten schon nach der Gründung mit dem Gedanken, das Kegeln als Sport zu betreiben. Kurz darauf wurde zu anderen Kegelklubs Verbindung aufgenommen, um Wettkämpfe auszutragen. Diese wurden durchgeführt mit Bad Kissingen, mit der Kegelgesellschaft Sanderau, Wacker und Unter Uns Würzburg, später mit den Klubs Schieb Du, Alle Neun und dem FC 05 Schweinfurt sowie mit Steigerwald Gerolzhofen, Ostheim und Aschaffenburg.

Als erste Übungsbahn wurde die Bahn in der Gaststätte Mainaussicht gemietet. In den ersten vier Jahren wurden die Bahnen mehrmals gewechselt, weil man mit den Bahnverhältnissen nicht ganz zufrieden war. Von der ersten Übungsstätte Mainaussicht wurde übergewechselt zu den Gaststätten Maibacher Hof, Freischütz und Vier Quellen. 1924 wurde das dreijährige Stiftungsfest mit Standartenweihe gefeiert. Dieses Fest war für DREIECK ein schöner und stolzer Erfolg.

Laut Protokollbuch hatte der junge Klub DREIECK in den Anfangsjahren sehr strenge Bestimmung:

  • • Wer an den Kegelabenden nicht regelmäßig teilnahm, wurde sofort ausgeschlossen
  • • Unter 20 Jahren wurde im Klub keiner aufgenommen
  • • Ehefrauen durften nicht einmal am Kegelabend teilnehmen

Von Außenstehenden wurden die strengen Maßnahmen nicht für gut geheißen und immer lauter wurde der Ruf, Jugendlichen und Frauen das Kegeln zu erlauben.

Der Versammlung des Klubs im August 1924 lag ein Schreiben der Nürnberger Keglervereinigung vor, in dem es hieß, dass der Kegelsport in Bayern weitere Fortschritte mache und dass sich die Schweinfurter Kameraden entschließen mögen, Sportkegler zu werden. Es gab keine langen Überlegungen. Sofort wurde der Beschluss gefasst, sich der Nürnberger Keglervereinigung anzuschließen. Somit war DREIECK drei Jahre nach seiner Gründung Mitglied des Deutschen Keglerbundes und die erste Säule für das Sportkegeln in Schweinfurt war gebaut.

Im Jahre 1925 entschloss sich das Brauhaus Schweinfurt, in der Gaststätte Ludwigsbrücke eine Doppelbahn nach den Vorschriften des DKB zu errichten. Nach Fertigstellung dieser Bahnen wurde dorthin gewechselt und die Anlage von DREIECK gemietet. Nun waren zwei schöne Bahnen vorhanden und Verhältnisse geschaffen, die das Sportkegeln rechtfertigten. Die neue Anlage wurde feierlich eingeweiht und eine Sportwoche schloss sich an. Verantwortlich hierfür war der Kegelklub DREIECK. Die Nürnberger, Fürther und Würzburger Kegler wurden mit Musik an den Bahnhöfen abgeholt. Die Sportwoche war ein großer Erfolg. DREIECK und Keglerkranz waren die Initiatoren, denen es zu verdanken war, dass im Jahre 1925 der Keglerverein Schweinfurt und Umgebung gegründet werden konnte. Durch diese Gründung verzeichnete der Kegelsport in Schweinfurt einen weiteren Aufschwung. Immer mehr Personen entdeckten ihre Freude am Kegeln und auch bei DREIECK ging es weiter aufwärts. Schon bald musste aufgrund der regen Teilnahme ein zweiter Kegelabend für das Training abgehalten werden.

Schließlich wurde am 07.03.1926 eine Damenabteilung gegründet.


[III. Kriegszeit]
Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde auch der Klub DREIECK in Mitleidenschaft gezogen. Mehrere Mitglieder wurden zu Wehrmacht einberufen. In den Wintermonaten durften die Bahnen aufgrund von Knappheit an Brennmaterial nicht mehr beheizt werden. Später wurden die Bahnen zur Unterbringung von Kriegsgefangenen beschlagnahmt. Der Sportbetrieb war zum Erliegen gebracht. Nach Kriegsende war es fast unmöglich, einen geregelten Spielbetrieb wieder aufzunehmen – der „totale Krieg“ hatte schwere Wunden hinterlassen. Schweinfurt und die Bahnen lagen in Schutt und Asche und man glaubte kaum an einen Wiederaufbau der Sportanlagen.

Fünf Jahre nach Kriegsende erwachte jedoch bei einzelnen Keglern der Wunsch, den vertrauten, geliebten Kegelsport wieder aufleben zu lassen. Am 23. September 1950 lud der langjährige Vorsitzende des Klubs, Fritz Buob, die ehemaligen Klubmitglieder zu einer Wiedergründungs-Versammlung ein. An dieser Versammlung nahmen 21 Personen teil, nachstehende Vorstandschaft wurde gebildet:
1. Vorsitzender: Fritz Buob
1. Schriftführer: Fritz Buob
1. Sportwart: Hans Bittermann
1. Kassier: Willi Heckrath

Als Übungsstätte wurde die Bahn im Schwarzen Adler in Oberndorf gemietet. Die weitere Entwicklung verlief äußerst positiv. Steigender Mitgliederzuwachs konnte verzeichnet werden. In der Zwischenzeit wurden die Bahnen in der Ludwigsbrücke wieder hergerichtet und DREIECK zog nach deren Fertigstellung wieder in seine gewohnte Anlage.

1951 wurde das 30-jährige Stiftungsfest gefeiert. Über 90 Mannschaften waren am Start und die Veranstaltung wurde wieder ein voller Erfolg. Nach einem Jahr der Wiedergründung stand DREIECK traditionsgemäß wieder fest auf den Füßen und konnte zufriedenstellend wieder in die Zukunft blicken.

Im Jahr 1959 wechselte DREIECK von der Ludwigsbrücke ins Keglerheim Maibacher Höhe.


[IV. Historische Erfolge]
In sportlicher Hinsicht kann DREIECK beachtliche Erfolge aufweisen. Besonders erfolgreich war unser Klub stets bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften. Bei Landes- und Deutschen Meisterschaften waren die Mitglieder von DREIECK sehr oft vertreten und konnten so manche Meisterschaft und gute Plätze für die Farben des SKK DREIECK und unserer Sportstadt Schweinfurt erringen. Bereits nach der Gründung im Jahre 1921 begannen die sportlichen Erfolge. Diese alle aufzuzählen ist unmöglich, deshalb werden nur die wichtigsten Erfolge in dieser Chronik festgehalten.

Der erfolgreichste Sportkegler des SKK DREIECK war zweifellos Hans Bittermann. Lange Jahre gehörte er zur Spitzenklasse des Deutschen Keglerbundes. Wiederholt wurde er Kreis- und Bezirksmeister. An Bayerischen und Deutschen Meisterschaften war er sehr oft startberechtigt und errang beachtliche Siege und Platzierungen:

  • • 1938 nahm er erstmals an einer Deutschen Meisterschaft teil und belegte in Breslau einen guten Mittelplatz
  • • 1951 wurde er Bayerischer Mannschaftsmeister
  • • 1956 Hans Bittermann Deutscher Meister mit 855 Holz
  • • 1957 wurde er mit 862 Holz Bayerischer Meister
  • • 1961 erkämpfte er bei den Bayerischen Meisterschaften den 3. Platz mit der Mannschaft

Ab dem 50. Lebensjahr spielte er in der Seniorenklasse genauso erfolgreich wie in der Männerklasse:

  • • 1968 holte er bei den Bayerischen Meisterschaften den Mannschafts-Vizemeistertitel
  • • 1969 wurde er mit der Vereinsmannschaft der Senioren Bayerischer Vizemeister mit 429 Holz
  • • 1969 Bayerischer Senioren-Einzelmeister
  • • 1969 beachtlicher 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Pirmasens mit 412 Holz
  • • 1970 verfehlte er den Bayerischen Meistertitel nur knapp mit 8 Holz
  • • 1971 erreichte er bei den Bayerischen Meisterschaften Platz 3 in der Seniorenklasse A mit 822 Holz
  • • 1972 wurde Hans Deutscher Seniorenmeister mit 836 Holz



Das SKK DREIECK hat aber noch weitere erfolgreiche Kegler/innen in seinen Reihen. Gretel Sauter ist die erfolgreichste Sportlerin in den Reihen des SKK DREIECK. Neben vielen Auszeichnungen auf Kreis- und Bezirksebene waren ihre größten Erfolge:

  • • 1956 bei den Bayerischen Meisterschaften 3. Siegerin
  • • 1956 Deutsche Vizemeisterin mit 415 Holz
  • • 1960 Deutsche Mannschaftsmeisterin
  • • 1963 Bayerische Meisterin mit 404 Holz
  • • 1966 Dritte Bayerische Einzelmeisterin
  • • 1971 Bayerische Mannschafts-Vizemeisterin
  • • 1972 Deutsche Mannschafts-Vizemeisterin
  • • 1973 Bayerische Mannschaftsmeisterin
  • • 1983 Bayerische Meisterin, Damen B, mit 809 Holz

Ihr Sohn Dieter Sauter war bereits als Jugendkegler erfolgreich und erzielte u.a. folgende beachtliche Ergebnisse:

  • • 1956 Platz 3 bei den Jugend-Einzelmeisterschaften
  • • 1956 Deutscher Vereinsjugendmannschafts-Vizemeister
  • • 1960 Deutscher Vereinsjugendmannschafts-Vizemeister
  • • 1961 Bayerischer Jugendmeister im Einzel
  • • 1961 Deutscher Vereinsjugendmannschafts-Vizemeister
  • • 1961 Dritter Bayerischer Mannschaftsmeister
  • • 1962 Unterfränkischer Einzelmeister
  • • 1962 Bayerischer Vizemeister im Einzel
  • • 1964 Deutscher Vereinsjugendmannschafts-Meister
  • • 1968 Bayerischer Vereinsmannschafts-Vizemeister
  • • 1971 Bayerischer Vereinsmannschafts-Vizemeister
  • • 1973 Bayerischer Mannschafts-Vizemeister
  • • 1974 Bayerischer Mannschaftsmeister



Albin Höret und Hugo Schweizer sollen nicht unerwähnt bleiben, weil beide Kameraden für DREIECK ebenfalls sehr erfolgreich waren. Wiederholt nahmen beide aufgrund ihrer Erfolge bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften, an Bayerischen und Deutschen Meisterschaften teil.

Hugo Schweizers Erfolge bei höheren Meisterschaften:

  • • 1954 Bayerischer Vereins-Mannschaftsmeister
  • • 1956 dritter Deutscher Meister
  • • 1957 mit 838 Holz Bayerischer Meister
  • • 1964 Deutscher Mannschafts-Vizemeister
  • • 1964 mit 821 Holz Bayerischer Senioren-Vizemeister
  • • 1965 beim 23. Bundesfest des DKB Bayerischer und Deutscher Meister der Senioren
  • • 1971 Bayerischer Vizemeister in der Seniorenklasse B

Albin Höret erreichte:

  • • 1963 mit 1693 Holz den Bayerischen Vizemeistertitel
  • • 1967 den 3. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften
  • • 1968 den Bayerischen Mannschafts-Vizemeistertitel

Eine weitere erfolgreiche Keglerin des SKK DREIECK war und ist Anneliese Oberleiter:

  • • 1971 Bayerische Juniorenmeisterin
  • • 1971 Bayerische Vizemeisterin
  • • 1971 Dritte Bayerische Mannschaftsmeisterin
  • • 1973 Bayerische Klubmannschafts-Meisterin
  • • 1973 Bayerische Vereinsmannschafts-Meisterin
  • • 1977 Bayerische Vizemeisterin



Die erstmals 1966 im Kampfgeschehen eingesetzte weibliche Jugendmannschaft des Keglervereins, in der die Sportkameradin Anneliese Holzner (verh. Oberleiter) und Helga Mate (verh. Sellmann) waren, errangen einen Bayerischen Meistertitel. Die Klubmannschaften der Männer und Damen waren lange Zeit führend im Schweinfurter Kegelsport. Des Öfteren nahmen sie an höheren Meisterschaften teil und ernteten so manchen Titel. Insgesamt wurden von Mitgliedern des Kegelklubs DREIECK der Bayerische Meistertitel zehnmal, der Bayerische Vizemeister achtmal und der dritte Platz sechsmal belegt. Bei den Deutschen Meisterschaften wurde dreimal Platz 1, zweimal Platz 2 und zweimal Platz 3 erkämpft.


[V. Kegelbahnbau]
Mit dem Ehrgeiz, die bisher schon erreichten sportlichen Erfolge weiter auszubauen und am „Ball“ zu bleiben, war es nötig, mehrmals in der Woche auf der Kegelbahn Maibacher Höhe intensiv zu trainieren. Da die Bahnanmietungen jedoch mit der Zeit hohe finanzielle Kosten verursachten, wurden Überlegungen angestellt, ob es nicht sinnvoller wäre, dieses Kapital in eine vereinseigene Kegelsportanlage zu investieren. In einer Jahreshauptversammlung wurde dieses Vorhaben unterbreitet und spontan erklärten sich die damaligen Mitglieder einstimmig bereit, durch eine größere Spende das benötigte Eigenkapital aufzubringen. Jeder einzelne DREIECKLER ließ es sich nicht nehmen, aufgrund seiner Freude am Kegelsport und seinem ungewöhnlich starken Zusammengehörigkeitsgefühl dem Klub gegenüber mindestens 500.- DM unserem 1. Kassier Heinz Löffler zur „freien“ Verfügung zu überlassen.

Nur so war es dem damaligen 1. Vorsitzenden Dieter Sauter möglich, uns bei der Jahreshauptversammlung 1978 die ersten konkreten Pläne vorzulegen. Wir wussten, dass bei der Gaststätte Stadt Kissingen zwei Kegelbahnen standen, die im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Da sich dieses Grundstück für unsere Zwecke geradezu ideal anbot, setzte sich unsere Vorstandschaft mit dem Grundstückseigner, Brauhaus Schweinfurt, in Verbindung – mit Erfolg. DREIECK erhielt das Gelände in der Stadt Kissingen vom Brauhaus Schweinfurt auf Erbbaurecht 99 Jahre kostenlos. Dennoch war es aus verschiedensten Gründen sehr schwer, bis die Pläne der Errichtung einer vereinseigen Kegelbahn in die Tat umgesetzt werden konnten. Es dauerte fast sechs Jahre, bis mit dem Bau begonnen werden konnte, nachdem die finanzielle Unterstützung seitens des Landessportverbandes und der Stadt Schweinfurt gesichert war.

Am 9. Mai 1986 konnte das Richtfest gefeiert werden und im August war die Vier-Bahnen-Anlage fertiggestellt. Sehr erfreulich war die Tatsache, dass es im 65. Jahr seit Bestehen des Klubs möglich war, über eine vereinseigene Kegelbahn zu verfügen – nicht zuletzt ein Verdienst der damaligen Vorstandschaft unter Dieter Sauter und Fritz Zehnter. Zur Einweihung wurde eine Sportwoche mit Sportabzeichen-Kegeln durchgeführt, zu der wir über 700 Teilnehmer begrüßen durften.

Um die Folgekosten der Bahnfinanzierung tragen zu können, mussten unter dem neuen 1. Vorsitzenden Fritz Zehnter, seinem Stellvertreter Heinz Holzner und dem 1. Kassier Heinz Löffler zusätzliche Quellen erschlossen werden. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es ohne diese neugewählten Vorstände und dem langjährigen 1. Kassier nicht möglich gewesen wäre, unsere finanziellen Belastungen in solch bravouröser Weise zu meistern. Ihrem unermüdlichen Bestreben, ihr Bestes zum Wohle unseres Vereins zu geben, ihre unnachahmliche Art, körperliche und geistige Kräfte in „ihren Verein“ zu investieren, ist zweifellos vorbildlich.


[VI. Goldene Generation]
Da unser Kegelklub jetzt über eigene Bahnen verfügte, kam eine Anfrage von der Stadt Schweinfurt wegen einer möglichen Beteiligung unsererseits am Ferienprogramm. Die damalige Vorstandschaft rund um die 1. Vorsitzende Ingrid Kiesel stimmte zu. Im Jahr 2002 nahmen kegelbegeisterte Kinder am Ferienprogramm teil. Unser damaliges Mitglied, Elisabeth Korn, konnte sowohl die Eltern als auch die Kinder überzeugen, Kegeln als Sport zu betreiben. Sofort wurden die Kinder als Mannschaft SKK DREIECK Jugend B für die Saison 2002/03 gemeldet. Im ersten Jahr musste noch etwas Lehrgeld bezahlt werden, dafür wurden in den Jahren 2003/04, 2004/05 und 2005/06 jeweils die Meisterschaft in der Vereinsklasse Schweinfurt Jugend B eingefahren. Dabei ist zu erwähnen, dass man in der Saison 2005/06 die Meisterschaft mit 28:0 Punkten ohne eine einzige Niederlage erspielte. Auch in der Vereinsklasse Jugend A konnte man in der Saison 2006/07 die Meisterschaft erringen.

An dem Erfolg waren folgende Jugendliche beteiligt: Sven Herder, Michael Hehn, Johannes Günther, Oliver Wolz, René Wagner, Fabian Brandt, Kevin Habl, Michael Pfister und Jens Haschke. Auch in den nachfolgenden Jahren wurden gute Platzierungen in der Vereinsklasse Jugend A eingefahren. Dazu stießen noch die Jugendlichen Melanie und Florian Jelitto. Auch bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften konnten Siege und Platzierungen für unsere Farben erkegelt werden. 2006 kehrte unsere Dreiecksjugend als 2. Deutscher Meister Jugend B von Bautzen zurück. An diesem Erfolg waren Sven Herder, René Wagner und Fabian Brandt beteiligt. Einen maßgeblichen Anteil an diesen Erfolgen haben ihre beiden Trainer Elisabeth und Helmut Korn, als auch die Eltern, die die Kinder voll unterstützten. Heute sind diese Jugendlichen große Stützen für die Damen- und Herrenmannschaft.


[VII. Doppelmeisterschaft]
In der Saison 2014/15 ist unserem Verein historisches geglückt. Sowohl die erste Herren, als auch die damals neu gegründete Damenmannschaft konnte nach Abschluss aller 18 Spieltage die Meisterschaft in ihrer jeweiligen Liga feiern.

Schon im mittlerweile zur Tradition gewordenen Trainingslager wurde das Saisonziel der ersten Herrenmannschaft klar definiert: Der Aufstieg in die nächst höhere Liga war notwendig (da dort weiterhin mit 6 Spielern gekegelt wird), um die junge Truppe zusammen zu halten. Die Mannschaft bestand nämlich zum damaligen Zeitpunkt fast ausschließlich aus den übrig gebliebenen Jugendlichen der glorreichen 2000er Jahre. Da die Mannschaftsstärke einschließlich der Bezirksliga Unterfranken abwärts mit der Saison 2015/16 auf 4 Spieler reduziert werden sollte, wollte man alles daran setzen, auch in der darauffolgenden Saison dieselbe Mannschaft stellen zu können. Den ersten Schritt in diese Richtung konnte man mit der Verpflichtung von Wolfgang Sturm (ehemals Kegelfreunde Niederlauer) schon unmittelbar vor Saisonbeginn tätigen. Mit ihm und Gerald Brandl hatte man ein fast unüberwindbares Schlusspaar, welches auch die interne Schnittliste mit weitem Abstand anführte.

In die neue Saison ging man also mit äußerst breiter Brust – direkt zum Auftakt wartete mit Niederlauer jedoch eine Art Angstgegner. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ihr bester Spieler neuerdings in unseren Farben kegelte. Fast wie selbstverständlich gab es in diesem speziellen Spiel bereits den ersten Dämpfer. Dementsprechend startete man mit der schwächsten Saisonleistung von 2961 Holz in die Runde. Im zweiten Spiel gelang Zuhause ein durchweg ungefährdeter Sieg gegen die Gäste aus Großbardorf. Dieser Punktgewinn war wichtig, um nicht sofort den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu verlieren. Doch dann ging es im nächsten Spiel nach Zeil. Eine Bahn, auf der man sich im Jahr zuvor nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hatte. So auch in diesem Spiel – mit 2:6 Punkten sah man erneut kein Land gegen souveräne Hausherren. Da stand man also: Platz 8 in der Tabelle, lediglich 2:4 Tabellenpunkte und hängende Köpfe. Von nun an lautete die Devise „ab jetzt nur noch Vollgas“ und jedes vor sich liegende Spiel gewinnen! Diese Aufbruchsstimmung war auch zwingend nötig, denn es standen schwere Spiele gegen Maßbach und Hollstadt an, welche zu dieser Zeit auf Platz 1 und 2 rangierten. Man wollte endlich allen beweisen, was die junge Truppe auf dem Kasten hat und so besiegte man zuerst Maßbach und anschließend den neu gewordenen Tabellenführer Hollstadt. In Röthlein konnte man daraufhin die für gewöhnlich ausbleibende Konstanz zeigen und die Serie ausbauen – 6 Punkte aus 3 Spielen war das absolute Optimum. Danach folgte ein Unentschieden gegen Haßfurt und ein Unentschieden gegen Herschfeld, wovon sich das eine Spiel wie ein Sieg und das andere wie eine Niederlage anfühlte. Zum Abschluss der Hinrunde empfing man den Tabellennachbar Sand auf unseren Bahnen. Das Spiel stellte sich als ein unglaublicher Nervenkrimi heraus - mit dem besseren Ende für uns: 3239 zu 3235 Holz und somit gingen die 2 Mannschaftspunkte für das höhere Gesamtergebnis auf unser Konto und das Spiel endete 5:3. Der Gegner zum Rückrundenauftakt lautete logischerweise wieder Niederlauer, doch diesmal hatte man nichts mehr zu verschenken. Ganz im Gegenteil: dieser Sieg ermöglichte es, ins Spitzen-Quartett der Liga vorzustoßen. Man war punktgleich mit Maßbach, Hollstadt und Herschfeld. Alle hatten 14:6 Punkte und waren am 10. Spieltag quasi Erster. Im Gleichschritt punkteten die vier Mannschaften weiter. Bis Maßbach in einem direkten Duell auf Herschfeld traf und sich durch ein Unentschieden die Punkte teilen musste, während Hollstadt sein Spiel verlor und man selbst gewinnen konnte. Dadurch übernahm DREIECK am 12. Spieltag die alleinige Tabellenführung. Und diese sollte man auch bis zum Schluss nicht mehr abgeben. Folglich gewann man jedes darauffolgende Spiel und krönte die Saison mit dem Meistertitel und dem ligaübergreifend höchsten Gesamtergebnis von 3357 Holz am letzten Spieltag in Sand. Somit dominierte man auch die Bestenliste vom 18. Spieltag: von den 10 Spieltagsbesten Spielern kamen allein sechs aus unseren Reihen und somit die gesamte Mannschaft.



Zusammen mit dem neuen Trainer Franz Weber entstand mit der 1. Vorsitzenden Ingrid Kiesel die Idee, nach den vielen Erfolgen in der Vergangenheit, wieder eine reine Damenmannschaft auf die Beine zu stellen. Und das gelang ihnen sehr erfolgreich: Zu den bereits im Verein kegelnden Damen ist es geglückt, vier weitere Spielerinnen, welche teilweise Bundes- bzw. Landesligaerfahrung hatten, für die neue Mannschaft zu begeistern. Auf Anhieb konnten sich die Damen mit sehr guten Leistungen durchsetzen und gleich in der ersten Saison den Meistertitel einfahren. Damit war die Doppelmeisterschaft mit der ersten Herrenmannschaft in derselben Saison perfekt. Ein bis dato unerreichter Erfolg. Doch selbst nach dem Abgang der Familie Weber zurück zu ihrem Heimatverein ESV Schweinfurt, konnte DREIECK dank der verbliebenen treuen Damen die 6er-Mannschaft beisammen halten. Ferner gelang es dieser sogar, 5 Jahre nach der ersten Meisterschaft den zweiten Meistertitel (Saison 2019/20) in der höchsten Bezirksliga zu erkämpfen und den Aufstieg in die Landesliga zu ermöglichen.


[VIII. Generationswechsel]
Im Jahr 2019 gingen drei der wichtigsten Säulen des Vereins in ihren verdienten Amtsruhestand. Nach insgesamt über einem halben Jahrhundert Amtszeit legten die 1. Vorsitzende Ingrid Kiesel (18 Jahre), der 1. Kassier Klaus Müller (18 Jahre) und der 1. Schriftführer Michael Scholler (33 Jahre) ihre Posten für einen Generationswechsel nieder. In diese großen Fußstapfen wurden schließlich die ehemalige 2. Vorsitzende Evelyn Habl (1. Vorsitzende), die beiden Mitglieder Sven Herder (2. Vorsitzender) und Florian Jelitto (1. Kassier), sowie der Pressewart Horst Böhnlein (1. Schriftführer) gewählt. Von ihren Vorgängern haben sie sehr geordnete Verhältnisse hinterlassen bekommen und erhalten weiterhin deren Unterstützung.

Im Anschluss an die Neuwahlen wurden die drei ehemaligen Vorstandsmitglieder zur ersten Ehrenvorstandschaft des Vereins ernannt.


[IX. Schlussworte]
Da DREIECK für seine gesellschaftlichen Veranstaltungen bestens bekannt war, bot es sich an, gerade diese zu erweitern um einen finanziellen Überschuss zu erreichen. Traditionelle Veranstaltungen wie z. B. das beliebte Hoffest auf dem Anwesen der Familien Wimmer/Neukam, original Schweinfurter Schlachtschüssel vom Brett, die stimmungsvolle Weihnachtsfeier bei unseren Vereinsmitgliedern Holzer in ihrer Hafengaststätte und nicht zu vergessen unsere Faschingsfeiern machten dies möglich.

Dank dem Engagement vieler Mitglieder und der Organisation unseres Vergnügungsausschussteams, stetig im Interesse der Öffentlichkeit, werden Veranstaltungen wie Schlachtschüssel, Faschingskegeln und Weihnachtsfeier in unserem Keglerheim auch heute noch durchgeführt. Andere Einnahmequellen eröffneten sich durch die Bahnvermietung und die unermüdliche ehrenamtliche Leistungsbereitschaft vieler unserer Mitglieder.

Zu erwähnen sind im Besonderen:
  • • Die intensive Pflege und Instandhaltung unserer Kegelbahnen sowie das Ausführen anstehender Reparaturen durch unsere Bahnwarte. Hierdurch werden die Kosten stets auf ein Minimum reduziert

  • • Die Planung, Organisation und Durchführung des sportlichen Vereinslebens durch unsere Sportwarte. Die Austragung von Klubmeisterschaft oder Freundschaftsspielen in Verbindung mit gemütlichem Beisammensein kommen der Vereinskasse zugute

  • • Das seit 1993 erscheinende DREIECK-JOURNAL, welches über das Wichtigste im Verein informiert. Dies beinhaltet u.a. Spielberichte, aber auch Fotos der Veranstaltungen sowie Geburtstagsgrüße an die Mitglieder

  • • Die im Jahre 2011 ins Leben gerufene vereinseigene Internetseite. Diese bietet dem Verein eine heutzutage unverzichtbare Internetpräsenz und macht durch Werbung somit zusätzlich auf den Verein aufmerksam

  • • Unser Serviceteam bestehend aus mehreren Mitgliedern. Aufgrund der Schließung der Gaststätte Stadt Kissingen im Jahre 2014 kümmert sich dieses bis heute um die Bewirtung der Gäste

Die Erfolge legen ein eindeutiges Zeugnis davon ab, dass das „SKK DREIECK“ dem Rufe unserer Stadt, als Stadt des Sports, gerecht wurde. Aus Anlass des 90-jährigen Bestehens des „SKK DREIECK“ ist festzustellen, dass der Klub seit Gründung im Jahre 1921 stets eine starke Säule der Gemeinschaftsarbeit bildete. Der Geist und die Kameradschaft sind auch für die Zukunft die Bürgen für unser Werk. Abschließend kann gesagt werden, dass „DREIECK“ stets bemüht war, den sportlichen Gedanken weit über Schweinfurts Grenzen hinauszutragen.

In der Hoffnung, dass es „DREIECK“ nie am Geist der Gründerjahre und auch nicht an Männern und Frauen fehlen möge, um den Anforderungen auch in der Zukunft gerecht zu werden. Möge der Klub weiter den Weg beschreiten wie bisher. Zum Nutzen des Kegelsports und zum Vorbild der Jugend. „DREIECK“ kann mit Freude und Stolz auf das Erreichte bis in das Gründungsjahr 1921 zurückschauen.


[X. Danksagung]
Der Verein dankt dem langjährigen 1. Vorsitzenden Georg Schenk für das Verfassen dieser Chronik.

Wir halten sie in Ehren und führen sie stetig weiter.


[X. Danksagung]
Der Verein dankt dem langjährigen 1. Vorsitzenden Georg Schenk für das Verfassen dieser Chronik. Wir halten sie in Ehren und führen sie stetig weiter.

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